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Sportmedizin

Meine Rolle als Sportmediziner

Dauerhafter Erfolg im Spitzensport wird erst durch langfristige Planung und die interdisziplinäre Kooperation von Sportmedizin- und Therapie sowie Sport- und Trainingswissenschaft möglich.

Mein Part als Sportmediziner ist es, Defizite von Athletinnen und Athleten aufzuzeigen (Stichwort: Leistungsdiagnostik), welche dann im Rahmen von gezielten Individualtrainings behoben werden. Erst dadurch wird das Ausreizen der tatsächlichen Leistungsgrenzen ermöglicht – und dies macht bekanntlich den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage aus.

Das Nichterkennen bzw. Vernachlässigen von Schwachstellen schmälert allerdings nicht nur die Erfolgschancen massiv, sondern führt in vielen Fällen zu Überlastungsbeschwerden und in weiterer Folge zu Verletzungen.

„Vorausschauen, um nicht das Nachsehen zu haben“, lautet daher meine Devise als Sportmediziner, genau wie bei der Behandlung aller anderen Patientinnen und Patienten, auf die sich meine Erfahrungen aus dem Spitzensport ebenfalls sehr direkt übertragen lassen. Etwa in Sachen „effizientere Schmerztherapie“, „Rehabilitation nach Verletzungen“ oder „rascherer Wiedereinstieg in Beruf und Bewegung“.

Da wie dort gilt selbstverständlich mein oberstes Grundprinzip:

"Nicht alles, was schmerzt, muss operiert werden. Aber jeder Schmerz hat eine Ursache."

Sportverletzungen

Die „Klassiker“, wie Muskel- und Bänderverletzungen, sind in den allermeisten Fällen Resultat von punktueller Überlastung bzw. Ermüdung. Dies ließe sich durch präventives Kraft- und Koordinationstraining verhindern.

Nach einem Muskelfaserriss etwa ist rasche Diagnostik und Therapie nötig. Mittels manueller Untersuchungen und modernster Ultraschalldiagnostik lege ich in der Ordination die Basis für die weitere Vorgangsweise. Gegebenenfalls kann eine MRT-Untersuchung zusätzliche Informationen liefern.

Zur Heilungsunterstützung setze ich u.a. die ACP Therapie sowie Elektroakupunktur ein. Als wesentliche Begleitmaßnahme ist außerdem kompetente Physiotherapie essenziell. Und das unmittelbar ab Behandlungsbeginn – wie heute noch vielfach üblich, zwei Wochen auf Besserung zu warten, ist Zeitverschwendung!

Bei Verdacht auf Kreuzband- oder Meniskusverletzung ist ebenfalls rasche Hilfe und Diagnostik angezeigt- jedoch: außer im Leistungssport, wo man aus Zeitgründen “um Meter und Sekunden geizt” oder wenigen tatsächlich “zwingenden Operationsindikationen” liefern zeitverzögerte Eingriffe bessere Resultate als Akut-OPs.

Leistungsdiagnostik

Allen bekannt, von allen gewünscht ist der Laktattest und die Spiroergomentrie- klassische Ausdauer-Leistungstest. Diese beiden Tests sind bei der Standortbestimmung eines Sportlers jedoch bei weitem nicht ausreichend aussagekräftig! Mit hohem technischen Aufwand erhält man Informationen über gerade einmal ein Fünftel (!) der sportmotorischen Fähigkeiten.

Fähigkeiten wie Sprungkraft im Kopfballduell, Zweikampfstärke im Tackling oder Wendigkeit werden bei einem reinen Laktattest, aber auch bei den meisten sportmotorischen Tests ebensowenig abgebildet, wie muskuläre Dysbalancen, oder Abschwächungen. Gerade letztere sind Ursache für erhöhte Verletzungsanfälligkeit und Überlastungsbeschwerden.

Ich habe mir im Rahmen von Sportmed-Austria zum Ziel gesetzt, aussagekräftige, effiziente und seriöse Leistungsdiagnostik anzubieten, die sich nach dem individuellen Bedarf richtet.

Die Eckpfeiler sind:

1) Eine eingehende manuell- funktionelle Untersuchung: alleine aus Fehlhaltungen, Dysbalancen, Abschwächungen und Instabilitäten ergeben sich trainingstechnische Konsequenzen. Vor allem hier fließt die praktische Erfahrung aus der Betreuung von Leistungssportlern ein, empirisches Wissen und vernetztes Denken um „den nächsten Schritt“ in der Leistungsoptimierung oder auch Rehabilitation.

2) Die ideale Quantifizierung der orthopädischen Untersuchung geschieht mittels einer Kraftmessung, die wir am Standort Stockerau anbieten. Dieser Test ist wesentlich aussagekräftiger als die üblichen „back to sports“ Konzepte zB nach Kreuzbandverletzungen!

3) Zur raschen Standortbestimmung der körperlichen Leistungsfähigkeit und wesentlich aussagekräftiger als jeder Laktattest ist das Omegawave Messsystem: innerhalb von wenigen Minuten erhält man nicht nur die relevanten Trainingsherzfrequenzen, sondern zB auch eine Aussage über den aktuellen Stresslevel oder den „Pegel“ des Zentralnervensystems. Gerade diese Messung eignet sich auch zB für eine Standortbestimmung in der Burnoutprophylaxe oder einer Betriebs- Gesundheitsvorsorge